Pankreaskarzinom Ein Pankreaskarzinom (=Bauchspeicheldrüsenkrebs) ist eine bösartige (=maligne) Erkrankung im Oberbauch (zwischen den vorderen, unteren Rippen und dem Bauchnabel). Die Krebszellen (=Tumor- =Karzinomzellen) lösen sich frühzeitig aus der Bauchspeicheldrüse (=Pankreas) ab und wachsen (=metastasieren) in die umliegenden Organe (z.B. Leber, Gallengang, Magen- und Zwölffingerdarm, Blutgefäße, Nerven). Die Patienten leiden an Oberbauch- und/oder Rückenschmerzen,
Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und/oder Gelbsucht (=Ikterus). Der
behandelnde Arzt wird zunächst den Bauch abtasten (=palpieren)
und mit dem Stethoskop abhören (=auskultieren). Danach führt
er eine Blutabnahme und eine Ultraschalluntersuchung des Bauches
(=abdominelle Sonographie) durch. Er veranlaßt in der Regel eine Computertomographie
bei einem niedergelassenen Röntgenarzt (=Radiologen). Im Krankenhaus
kann zur weiteren Klärung eine Röntgenaufnahme des Pankreasganges
(=ERP) im Rahmen einer Magen-Darm-Spiegelung (=Gastroduodenokospie)
durchgeführt werden. Die Behandlung des Pankreaskarzinoms ist schwierig. In den meisten Fällen hat sich das Karzinom soweit in die Nebenorgane ausgebreitet, das nicht mehr operiert werden kann, weil zu viele Krebsanteile im Bauch verbleiben würden. Eine erfolgreiche Operation mit der Aussicht auf Heilung ist demzufolge nur bei kleinen Karzinomen möglich. Leider werden die Pankreaskarzinome oft erst dann entdeckt, wenn Sie Beschwerden (=Symtome) bereiten. In diesen Fällen liegt in aller Regel bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium vor, welches nicht mehr heilbar ist. Chemotherapie und Bestrahlung (=Radiotherapie) sind bislang weitestgehend erfolglos geblieben. In vielen Fällen werden lediglich die Symptome (z.B. Schmerzen, Gelbsucht) durch eine beschwerdelindernde (=symptomatische =palliative) Therapie behandelt. Quelle: Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen |
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