Malaria Die Malaria ist eine tropische Infektionskrankheit durch einzellige Parasiten. Es werden 4 Malariaarten (=Plasmodienarten) unterschieden, die unterschiedliche Krankheitsformen auslösen: Plasmodium falciparum verursacht Malaria tropica, Plasmodium ovale und Plasmodium vivax verursachen Malaria tertiana, Plasmodium malariae verursacht Malaria quartana. Die Überträger dieser Malariaerreger sind tropische Stechmücken (=Moskitos=Anopheles-Mücken). Die Plasmodien gelangen zunächst mit dem Mückenspeichel Die Malaria ist eine tropische Erkrankung, die sowohl
Einheimische als auch Urlauber in Afrika, Asien und Amerika befallen
kann. Verseuchte Länder und Regionen werden medizinisch ganz allgemein
als Endemiegebiete bezeichnet (Zusammenstellung siehe Quelle). Die Endemiegebiete
selbst werden entsprechend den Resistenzen der Malariaerreger in die
Gefahrenzone A(keine), Der behandelnde Arzt empfiehlt in Kenntnis der Malariaerreger
Tabletten, die vor, während und nach dem Urlaub vorbeugend (=prophylaktisch)
eingenommen werden. Am Urlaubsort sollten Mückenstiche vermieden
werden. Dazu dienen lange Kleidung, insektenabweisende Hautmittel (=Repellentien),
Moskitonetze Bei unzureichender medikamentöser Vorbeugung und/oder mangelndem Schutz am Urlaubsort können Malariainfektionen auftreten, die sowohl unbemerkt als auch tödlich (z. B. bei Malaria tropica) verlaufen. Die Patienten beklagen Fieber bis 40° C über einige Stunden mit nachfolgender Entfieberung und einem erneuten Auftreten nach 2-3 Tagen. Darüber hinaus können Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Bauchschmerzen sowie Abgeschlagenheit auftreten. Die Dauer der beschwerdefreien Zeit (=Inkubationszeit) von der Plasmodienaufnahme bis zum Krankheitsausbruch (=Inkubationszeit) beträgt 1-2 Wochen, seltener auch mehr. Ein erkrankter Patient wird den behandelnden Arzt zunächst auf die zurückliegende Urlaubsreise in tropische Länder hinweisen und Angaben zur Vorbeugung machen. Darüber hinaus sollte er die von ihm mehrfach täglich protokollierten Fieberwerte vorlegen. Der behandelnde Arzt wird zunächst das Blutbild sowie Leber- und Entzündungswerte kontrollieren und eine Ultraschalluntersuchung des Bauches durchführen. Der Beweis einer Malariainfektion liefert nur die mikroskopische Untersuchung eines dicken Bluttropfens, bei dem Plasmodien in den Erythrozyten nachgewiesen werden. Die medikamentöse Behandlung erfolgt so rasch wie möglich. Quelle: Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen |
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