BSE Die bovine (=Rind) spongiforme (=schwammförmige) Enzephalopathie (=Gehirnerkrankung), kurz BSE genannt, ist zuerst bei englischen Rindern beobachtet worden (sog. Rinderwahnsinn). Zwischenzeitlich sind auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern Erkrankungsfälle aufgetreten. Die Tiere leiden an einer fortschreitenden, schwammartigen Zerstörung des Gehirns, die stets mit dem Tod endet. In den Nervenzellen werden unlösliche Eiweiße (=Amyloidplaques) gebildet. Die BSE ist eine Infektionskrankheit, die nicht durch Bakterien oder Viren, sondern durch natürlich vorkommende Eiweiße (sog. Prione) mit verändertem Aufbau ausgelöst wird. Diese Prionen sind unempfindlich gegen Kochen, Braten, Grillen etc. und werden aus diesem Grunde bei der Essenszubereitung nicht inaktiviert. Besonders hohe Konzentrationen finden sich im Gehirn und Rückenmark, jedoch können auch andere Organe betroffen sein (z. B. Lymphknoten). Soweit bekannt erfolgt die Ansteckung von Tier zu Tier durch die Verfütterung von Tiermehl. Die Prionen gelangen dann über den Darm in das zentrale Nervensystem (=Gehirn und Rückenmark). Viele Untersuchungen sprechen dafür, daß die BSE
durch den Verzehr von erkrankten Rindern auf den Menschen übertragen
wird und dann eine neue Variante der lange bekannten Der einzige Schutz vor einer vCJK ist ein Verzehr von Tieren, die rein pflanzlich ernährt wurden. Bei mit Tiermehl ernährten Kühen kann es Jahre dauern, bis das nach einer ersten Aufnahme (=Infektion) von Prionen Anzeichen (=Symptome) der Erkrankung sichtbar werden. Somit können gesund erscheinende Tiere bereits infektiös sein. Dieser Zeitraum zwischen Infektion und Krankheitsausbruch heißt Latenzphase; sie wird auch bei der vCJK beobachtet . Blutuntersuchungen bei Rindern sind noch sehr störanfällig. Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen |
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