Bronchitis Unter dem Oberbegriff "Bronchitis" werden vier Krankheiten zusammengefaßt: akute Bronchitis, chronische Bronchitis, chronisch-obstruktive Bronchitis und chronisch-obstruktive Emphysembronchitis. Akute Bronchitis Die akute Bronchitis ist eine Infektionskrankheit der
Bronchien durch Bakterien oder Viren. Die Erreger werden eingeatmet
und vermehren sich auf der Schleimhaut. Die Bronchien bilden Schleim
und weiße Blutkörperchen (=Leukozyten) zur Infektabwehr. Der behandelnde Arzt wird nach den Beschwerden (=Symptomen)
fragen und den Brustkorb (=Thorax) vorne (=ventral) und hinten (=dorsal)
abhören (=auskultieren). In den meisten Fällen ist Chronische Bronchitis Die chronische Bronchitis ist durch Husten und Auswurf
über mehrere Monate während mehrerer Jahre definiert. Die
Ursache ist zumeist die Einatmung (=Inhalation) von Schadstoffen (z.
B. Zigarettenrauch). Die Patienten berichten insbesondere über
morgendlichen Husten und weißen Auswurf. Der behandelnde Arzt erhebt
einen unauffälligen körperlichen Befund. Weiterführende
Untersuchungen (z. B. Röntgenaufnahmen, Lungenfunktions- Chronisch-obstruktive Bronchitis Die chronisch-obstruktive Bronchitis (=obstruktive Bronchitis Der behandelnde Arzt wird zunächst nach den Beschwerden
(=Symptomen) fragen und danach den Oberkörper (=Thorax) Die Behandlung der chronisch-obstruktiven Bronchitis erfolgt
zunächst durch eine Ausschaltung der Ursachen. Eine Bronchienerweiterung
gelingt durch die Einatmung (=Inhalation) von bronchienerweiternden
(=bronchiendilatierenden) Medikamenten (z.B. Beta-2-Mimetikum). Bei
erheblicher Luftnot werden zusätzlich Tabletten (z. B. Theophyllin,
Kortison) geschluckt oder infundiert. In frühen Stadien ist die
Erkrankung nach Ausschaltung der Ursachen komplett rückbildungsfähig, Die spastische Bronchitis der Kinder hat zumeist keine äußere Ursache. Sie kann durch eine konsequente Inhalationsbehandlung (z. B. DNCG plus Salbutamol) zur Ausheilung gebracht werden. Chronisch-obstruktive Emphysembronchitis Die chronisch-obstruktive Emphysembronchitis ist eine chronisch-obstruktive Bronchitis mit zusätzlichem Abbau der Lungenbläschen (=Alveolen). Der Patient leidet somit unter einer erschwerten Atmung durch die Verengung der Bronchien und Zerstörung der Lunge. Die Ursache ist zumeist ein langjähriges Rauchen. Zuerst tritt Luftnot unter körperlicher Belastung, dann in Ruhe auf. Meist findet sich auch Husten und weißer Auswurf am Morgen. Der behandelnde Arzt wird zunächst nach den Beschwerden fragen und dann den Thorax auskultieren. Dabei fällt neben trockenen Rasselgeräuschen eine Abschwächung des Atemgeräusches auf. Die Schwere der Bronchienverengung wird durch einen Lungenfunktionstest ermittelt. Die Behandlung erfolgt wie bei der chronisch-obstruktiven Bronchitis. Die Erkrankung bildet sich in frühen Stadien nach Meidung der Ursache weitgehend zurück, in späten Stadien ist im allgemeinen eine lebenslange Behandlung erforderlich. Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen |
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