Asthma Das Asthma bronchiale wird durch eine Verengung der Bronchien ausgelöst. Dies führt zu einer Erschwerung der Atmung, weil der Ein- und Ausstrom von Luft in die Lungen behindert wird. Die Ursache des Asthmas ist bei einem Teil der Patienten
eine Allergie der Bronchienschleimhaut (=allergisches Asthma bronchiale).
Typische Allergieauslöser sind Pollen (=Blütenstaub) von Bäumen
(z.B. Hasel, Birke) sowie Gräsern, Hausstaubmilben und Tierhaare.
In den übrigen Fällen ist die Ursache unbekannt Die Beschwerden (=Symptome) der Patienten sind Husten,
Luftnot und Schleimvermehrung. Der behandelnde Arzt veranlaßt weitere
Untersuchungen. Beim Abhören der Lungen mit dem Stethoskop fallen
pfeifende Atemgeräusche (=Giemen) auf. Für die Behandlung (=Therapie) stehen mehrere Medikamente
bereit. In leichten Fällen werden bronchienerweiternde (=bronchodilatierende)
oder entzündungshemmende Medikamente in Bronchiensprays (=Dosieraerosole)
angeboten. Durch Fingerdruck wird ein Nebelstoß ausgelöst und eingeatmet. Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen Latexallergie beim Asthma bronchiale Eine Latexallergie kann beim Kontakt mit latexhaltigen Gegenständen entstehen: Operationshandschuhe, Ballons, Kondome, Klebstoffe, Teppichböden oder Gummiartikel. Die Patienten erleiden beim direkten, seltener auch beim
indirekten (durch die Luft) Kontakt Hautentzündungen (=Kontakturtikaria),
Schnupfen (=Rhinitis), Augenentzündungen (=Konjunktivitis) oder
Luftnot (=Asthma bronchiale). Besonders betroffen sind medizinisches
Personal (Schwestern, Ärzte), Gummiindustriearbeiter oder Kinder
mit häufigen Operationen. Der behandelnde Arzt wird Hautteste mit Extrakten aus Latex durchführen oder Blut zur spezifischen Eiweißbestimmung (=IgE) abnehmen. Die einzig sinnvolle Behandlung besteht in einer Meidung des Latex. Wenn die Erkrankung am Arbeitsplatz aufgetreten ist, kann sie als Berufserkrankung anerkannt werden. Manche Patienten leiden an einer zusätzlichen Allergie auf Blätter des Zierbaumes Birkenfeige sowie Avokado, Banane, Eßkastanie, Mango, Kiwi und Feige. Quelle: Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen Vorbeugung beim allergischen Asthma bronchiale Beim allergischen Asthma bronchiale ist eine Linderung der Beschwerden grundsätzlich durch eine Vermeidung des Kontaktes zwischen den Allergenen und der Bronchienschleimhaut möglich. Bei einer Blütenstaub- (=Pollen-) allergie (z. B.
Bäume, Gräser, Getreide) ist das Ziel die Schaffung einer
pollenarmen Umgebung. Die Beschwerden sind nämlich umso stärker,
je mehr Pollen durch die Luft geweht und eingeatmet werden. Aus diesem
Grunde sollten Orte mit hoher Pollenkonzentration grundsätzlich
gemieden werden. In den Monaten Februar und März wird auf Waldwanderungen
wegen des gehäuften Vorkommens von Birke, Erle und Hasel verzichtet.
Auch die Entfernung dieser Pflanzen auf dem eigenen Grundstück
ist sinnvoll. Da Pollen aber kilometerweit fliegen können, besitzt
diese Maßnahme nur einen begrenzten Effekt. Im Hochsommer sollten Spaziergänge
durch Wiesen und Felder wegen der Gräser- und Getreideblüte
gemieden werden. Schul- und Freizeitsport ist im Freien in der Zeit
von Februar bis September ungünstig, da dabei verstärkt Pollen
eingeatmet werden. Eine Wohnung in der Innenstadt ist grundsätzlich
geeigneter als auf dem Lande. Sinnvoll ist der Aufenthalt in Häusern
mit geschlossenen Fenstern, insbesondere nachts. Beim allergischen Asthma bronchiale sollte eine Tierhaltung
unterbleiben, insbesondere dann, wenn der Hauttest (=Pricktest) eine
Sensiblisierung gegenüber den eigenen Haustieren belegt. Hausstaubmilben sind mit dem bloßen Auge kaum sichtbar. Sie leben vorzugsweise in der Bettwäsche. Die Patienten beklagen insbesondere nachts Atemnot. Eine Vermeidung des Kontaktes (=Exposition) ist durch milbendichte Überzüge für Kopfkissen, Decken und Matratze möglich. Sie bestehen aus dichtgewebtem synthetischen Material, welches die Hausstaubmilben in der Füllung zurückhält. Über diese milbendichten Überzüge (="Encasings") wird die normale Bettwäsche aufgezogen. Die Krankenkassen bezahlen diese Überzüge im Allgemeinen nach allergologischer Testung. Die genannten Vermeidungsstrategien (=Karenzmaßnahmen) lindern die Beschwerden, müssen aber zur weitgehenden Beschwerdefreiheit meist mit einer medikamentösen Behandlung (=Therapie) kombiniert werden. Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen |
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Haselblüte
mit Pollen

Gräserblüte
mit Pollen

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Schutzhandschuhe mit Latex
Quelle:
Hauptverband
der gewerblichen Berufsgenossen-
schaften
www.hvbg.de