Angina tonsillaris Die Angina tonsillaris (=akute Tonsillitis =eitrige Mandel- Die Patienten klagen über Kopf- und Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Fieber zwischen 38 und 40 Grad Celsius, Mundgeruch (=Foetor ex ore) sowie geschwollene Lymphknoten im Kiefer- und Halsbereich.
Quelle: Der behandelnde Arzt schaut (=inspiziert) die Gaumenmandeln,
indem er mit einem flachen Stab (=Spatel) die Zunge nach unten drückt
und den Patienten „A“ sagen läßt. Dadurch wird der Blick auf die
beidseits seitlich vom Zäpfchen (=Uvula) stehenden, oval erscheinenden
Tonsillen freigegeben. Wenn eine exakte Klärung des Erregers notwendig
ist, wird ein Abstrich durchgeführt. Die Behandlung (=Therapie) der Angina tonsillaris erfolgt
mit einem Antibiotikum (z.B. Penicillin) über 8 – 10 Tage. Der
Patient sollte die Körpertemperatur bereits vor dem Arztbesuch
unter dem Arm (=axillär) messen. Definitionsgemäß besteht
ab 37,5 Grad Celsius Fieber. Nach dem Beginn der Therapie wird zumindest
3 mal täglich die Temperatur gemessen, aufgeschrieben und beim
nächsten Arztbesuch mit Datum vorgelegt. Das Fieber sollte unter
Antibiotikatherapie innerhalb von 2 – 3 Tagen abklingen, ansonsten muß
der behandelnde Arzt erneut aufgesucht werden. Die Fiebersenkung erfolgt
bei Temperaturen oberhalb von 39 Grad Celsius mit Fieberzäpfchen
(enthalten z.B. Paracetamol) oder Fiebersaft. Eine Senkung ohne Medikamente
ist durch kalte Wadenwickel möglich (siehe Mittelohrentzündung).
Die Fieber- Besondere, allerdings seltene Sonderformen der eitrigen Mandelentzündung sind Scharlach und rheumatisches Fieber. Sie bedürfen einer speziellen Behandlung. Die unkomplizierte Angina tonsillaris kann mehrfach in kurzen Zeitabständen auftreten und heilt zumeist folgenlos aus. Manchmal kann eine chirurgische Entfernung (=Tonsillektomie) der Gaumenmandeln sinnvoll sein. Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen Warme Leinsamenkompresse Für Halsschmerzen (z.B. bei eitriger Mandelentzündung) Der Leinsamen wird in das Fußteil eines Leinenstrumpfes
gefüllt. Danach wird der Strumpf an der Öffnung verknotet.
Anschließend wird er mitsamt den Leinsamenkörnern für etwa
10 bis 15 Minuten in gut handwarmes Leitungswasser gelegt, welches in
einem Kochtopf bei kleiner Hitze erwärmt wird. Die Temperatur ist
gut, wenn ein Finger ohne Verbrennungen in das Wasser eingetaucht werden
kann (bitte vorsichtig testen!). Quelle: Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen |
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